Schulheim Schillingsrain Liestal

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Konzept

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Sozialpädagogische Dauerbetreuung und Schulische Förderung


1. Das Konzept in der Übersicht

2. Grundsätze

Wir halten uns an die Qualitätsstandards der außerfamiliären Betreuung in Europa von Qualitiy4Children (www.quality4children.info). Wir sind der Überzeugung, dass gegenseitiges Vertrauen zwischen Jugendlichen einerseits und den Lehrpersonen und den Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen in den Wohngruppen andererseits, eine Voraussetzung ist für die erfolgreiche Erziehung und Schulung. Eine klar erkennbare Wertehaltung, eindeutige Regeln und Normen des Zusammenlebens sind entscheidend für die Erreichung der vereinbarten Ziele. Wir konfrontieren die Kinder und Jugendlichen mit unseren gesellschaftlichen und sozialen Werten und Normen. Prosoziales Verhalten wird in einem Stufenmodell beschrieben.  Wir sind uns bewusst, dass wir eine wichtige Vorbildfunktion haben und dass wir als Individuen und Persönlichkeiten den Aufenthalt wesentlich beeinflussen. Wir arbeiten kontinuierlich an unserer persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung.

3. Erziehungsverständnis

Professionelle Erziehung beruht auf vom pädagogischen Personal bewusst gestalteter, reflektierter Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen. Das bedeutet, dass jedes Kind, jeder Jugendliche eine Bezugsperson erhält. Im institutionellen Rahmen verlangt dies zudem ein bewusstes Gestalten und Handeln, einen systematischen, mit Gefäßen, Regeln und Dokumenten formalisierten, interpersonellen Austausch unter den zuständigen Fachpersonen.

4. Unsere Aufgaben

Stellvertretend für die Herkunftsfamilie bieten wir dem Kind, dem Jugendlichen persönlichen Raum und ein stimmiges altersgemässes Umfeld, in dem es Sicherheit und Geborgenheit findet und Bindung und Zugehörigkeit entwickeln kann. Auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen begegnen wir dem Kind, dem Jugendlichen verständnisvoll und fürsorglich. Wir unterstützen es in seiner Persönlichkeitsentwicklung und in seiner sozialen Integration.

5. Angewandte Methoden

Wir arbeiten mit alters- und zeitgemässen, kreativen und individuell angepassten Methoden.Wir pflegen Methodenvielfalt, die sowohl der Gruppe und Situation, als auch den Kindern und Jugendlichen individuell, emotional, sozial und kognitiv angepasst ist. In den Wohngruppen orientieren wir uns zudem am Stufenmodell und am Zürcher Ressourcen Modell  (ZRM). Es werden gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Haltungsziele erarbeitet, welche halbjährlich anlässlich eines Standortgesprächs ausgewertet werden. Bei Letzterem steht die Eigeneinschätzung der Kinder und Jugendlichen im Zentrum.

6. Die Handlungsräume der Erziehung

Handlungsräume sind:

-  Beziehung zu Erwachsenen in Wohnen und Schule
-  Beziehung zu anderen Kindern und Jugendlichen
-  Beziehung zu der Umwelt (Sachwerten, Natur usw.)
-  Respektieren und Einhaltung von gesellschaftlichen Werten und Normen
-  Gestaltung der Freizeit
-  Erfüllen der regelmässigen Verpflichtungen

7. Angebot Sozialpädagogische Dauerbetreuung

Die Betreuung ist das ganze Jahr gewährleistet. Es gibt 4 Wohngruppen à 7 Kinder und Jugendliche. Die Wohngruppen sind offen und betreut von Sonntag 18:00 Uhr bis Freitag 18:00 Uhr. In der übrigen Zeit ist die Betreuung durch Gruppenwochenenden, Ergänzungswochenenden oder Pikettdienst gewährleistet. Wir gestalten unser Wohnumfeld so, dass es Geborgenheit und Sicherheit gibt. Jugendliche lernen in der Gemeinschaft Verantwortung und Pflichten zu übernehmen. In der pädagogischen Arbeit nutzen wir die vielfältigen Möglichkeiten, die unsere Sport- und Freizeitanlagen bieten. Die persönlichen Neigungen und Fähigkeiten werden auch im Freizeitbereich inner- und außerhalb des Heimes gefördert.

8. Angebot Schulische Förderung

Die Schule ist ein Ort des Lehrens und Lernens. Wir richten uns inhaltlich nach dem Stufenlehrplan Sekundarschule und rechtlich nach dem aktuellen Bildungsgesetz Basel-Landschaft. Die Schüler werden in der Sekundarstufe I Niveau A oder Niveau A Kleinklasse unterrichtet und  in ihrer Fach-, Selbst- sowie Sozialkompetenz individuell gefördert. Mittels integrierter Berufswahlvorbereitung werden sie gezielt auf eine schulische Anschlusslösung – berufliche Grundbildung (Lehre, Attestlehre), Praktikum oder Brückenangebot – vorbereitet. Spezielle Förderung erhalten die Schüler durch individuell angepasste Unterstützung, integrative Schulung (ISF) und / oder Einzelförderunterricht.

9. Angebot Nachbetreuung von Jugendlichen / Lehrlingen

Bei Bedarf bieten wir austretenden Jugendlichen sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung an mit dem Ziel, den eingeleiteten Entwicklungsprozess zu sichern. Die Leistungen werden individuell ausgearbeitet, in einem Betreuungsplan festgehalten und regelmässig überprüft.

10. Informationspolitik

Über unsere Homepage www.schillingsrain.ch informieren wir interessierte Kreise aktuell und transparent über unsere Tätigkeiten. Gegen Innen verfolgen wir eine Informationspolitik, die eine Basis des Vertrauens schafft. Es ist uns ein grundsätzliches Anliegen, Haltungen und Arbeitsprozesse transparent zu halten. Zur Sicherstellung eines regelmässigen, konstruktiven und zielorientierten Informationsaustausches dienen verschiedene, definierte Kommunikationsgefässe

11. Zusammenarbeit / Partnerschaft

Wir pflegen Kontakt mit allen an der Institution und unserer Arbeit Interessierten und suchen die Zusammenarbeit mit Eltern und deren Familiensystem, Freizeitorganisationen, Ausbildungsstätten, Behörden und Fachstellen.

 

Dieses Konzept wurde von der Geschäftsleitung am 9. Juni 2011 verabschiedet.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. August 2011 um 06:32 Uhr  

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