Sommerlager 2010 Gruppe Wikinger

Unser diesjähriges Sommerlager verbrachten wir in zwei Teilen. In den ersten fünf Tagen fuhren wir mir dem Velo Richtung Jura und genossen in der zweiten Hälfte ein Zeltlager. Nun aber der Reihe nach. Am Montag, den 28.Juni sattelten wir unsere Velos und fuhren den Veloweg entlang Richtung Münchenstein. Unterwegs gab es kleinere Pausen, da das Wetter es gut meinte und es heiss war. In Münchenstein angekommen, mussten wir die erste kleinere Höhe überwinden um nach Bottmingen zu gelangen. In der Badi liessen wir unsere Körper abkühlen, bevor wir nach Therwil weiterfuhren. Unser heutiges Ziel war ausserhalb von Therwil beim Gartenbau Gutzwiler. Dort durften wir es uns im Festsaal (Holzbaracke) gemütlich machen. Unser Nachtessen nahmen wir im Restaurant Grossmatt ein. Für einen Superpreis genossen wir eine Bratwurst mit Rösti und Salat inkl. Getränke. Anschliessend duften einige Jungs das WM-Fussballspiel auf Grossleinwand anschauen. Die anderen gingen zum Schlafplatz zurück und genossen noch die schöne Gartenanlage mit Versteckis spielen und Klettern auf Bäumen.
Am nächsten Tag wurden wir mit einem feinen Morgenessen, welches uns Renate zubereitete, geweckt. Nachdem alles aufgeräumt, gepackt und geputzt war, stiegen wir auf unsere Velos und fuhren Richtung Bättwil. Dort angekommen machten wir eine grössere Pause bei der Gemeinde, wo wir uns auch noch sportlich auf dem Fussballplatz vergnügen konnten. Nach der Pause hatten wir unsere nächste Hürde zu überwinden, indem wir nach Mariastein bergaufwärts fuhren. In Metzerlen angekommen durften wir auf einer ehemaligen Heubühne, welche einen Tischtennis-Tisch, Trampolin und Billardtisch beinhaltete unsere Schlafsäcke ausbreiten. Zwei Jungs gingen mit einem Erwachsenen draussen im Wald bei einer Waldhütte übernachten. Durch nächtliche Geräusche des Waldes und unheimliche Schatten und Tiere kam etwas Angst auf, sodass alle ein bisschen näher zusammenrückten und schliesslich gegen Morgen doch noch etwas Schlaf fanden.
Das Morgenessen wurde uns heute von Ida zubereitet, welche einen Bauernhofladen besitzt. Somit konnten wir mit frischem Zopf, selbst gemachter Konfi, Früchte etc. unsere Bäuche füllen. Die heutige Etappe ging über den Chall (Strasse von Mariastein nach Laufen) hinauf und dann dem Grat entlang bis nach Kleinlützel. Endlich wurden wir für die harten Aufstiege, welche wir uns schwer und heiss erkämpften, auch belohnt und durften etwas bergab fahren. Die Strecke von Kleinlützel nach Lucelle zog sich in die Länge, sodass wir in unterschiedlichen Stärkeklassen fuhren. Das letzte Stück nach Charmoille fuhren wir wieder gemeinsam und freuten uns auf das Etappen-Ziel. Bei der Familie Schori durften wir es uns im Stroh gemütlich machen, bevor uns die Hausherrin mit einem feinen Nachtessen überraschte. Die Nacht im Stroh war für viele etwas Neues und somit dauerte die Einschlafzeit etwas länger als üblich….
Die letzte Etappe führte uns über den Col da la Croix (Kreuzberg) nach St.Ursanne. Dieser Aufstieg war der längste auf unserer Velotour. Mit viel Ausdauer, Krampfen, Schwitzen und den „inneren Sauhund“ überwindend erreichten alle die Spitze und konnten unterschiedlich lange die Aussicht geniessen. Die Abfahrt nach St.Ursanne war der Höhepunkt unserer Tour. 25 Minuten ging es einfach nur bergab. Es war für alle eine kleine Belohnung für die letzten Tage, welche wir hauptsächlich aufwärts gefahren waren. In St.Ursanne angekommen, inspizierten wir unseren Zeltplatz und fingen an die Zelte aufzubauen. Unser Platz lag direkt neben dem Doubs und einer Feuerstelle. An diesem Tag waren wir einfach alle nur froh, am Etappenziel angekommen zu sein.
Im zweiten Teil vom Lager genossen wir den Alltag auf dem Zeltplatz. Dazu gehörte das Bedienen der Fähre, das heisst, dass die Jugendlichen Fährmann spielen durften und die Einnahmen (freiwillige Spenden) behalten durften. An schönen Tagen und nach vielen Transporten wurde bis zu 80 Franken eingenommen. Dieses Geld verschwand aber schnell bei Glace, Chips und Getränken. Zu den absoluten Highlights gehörte die Kanufahrt den Doubs hinunter, der Besuch einer Rodelbahn, die Go-Kart fahrt in Delémont mit anschliessendem Stadtbummel und das Chillen. Zweimal konnten wir uns beim Nachtessen verwöhnen lassen, da die Familien Lagger und Petrovic einen Besuch machten und uns mit Köstlichkeiten auf dem Grill verwöhnten. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank.
Nach sechs Tagen wurden die Zelte wieder eingepackt und es hiess zurück in den Schillingsrain. Dort angekommen musste zuerst alles Material geputzt, geflickt und versorgt werden, bevor die Sommerferien in Angriff genommen werden konnten. Es war ein tolles Lager, wobei das Wetter (einmal Regen) viel zur guten Stimmung beigetragen hat.



















